Klimakonferenz

Auf der Weltklimakonferenz 2015 in Paris einigten sich die Staaten auf einen neuen Klimavertrag. Ziel ist es, die Treibhausgas-Emissionen so weit zu reduzieren, dass die Erderwärmung auf weniger als 2 Grad, möglichst sogar auf 1,5 Grad begrenzt wird. Auf der Weltklimakonferenz in Paris entstand zudem die Bitte an den Weltklimarat (IPCC), einen wissenschaftlichen Sonderbericht zu erstellen. Dieser Bericht beschreibt einerseits die Folgen einer Erderwärmung um 1,5 Grad und andererseits das Ausmaß, mit dem wir unsere Treibhausgas-Emissionen reduzieren müssen, damit das 1,5 Grad Ziel noch erreicht werden kann. Er zeigt, dass eine 1.5 Grad-Begrenzung machbar ist und damit die Risiken für Mensch und Natur deutlich verringert werden können.

Am 8. August 2019 hat der Weltklimarat den wissenschaftlichen Kenntnisstand über Klimawandel und Landsysteme in einem Sonderbericht (SRCCL) zusammengefasst. Die Experten plädieren dafür, die Ausbeutung von Land, die CO2-Belastung und die Lebensmittelverschwendung durch die Landwirtschaft dringend zu reduzieren.

Ausführliche Informationen rund um den Sonderbericht "Klimawandel und Landsysteme" finden Sie auf der Webseite bei IPCC (auf Englisch).

Hier geht es zu den Hauptaussagen des IPPC-Sonderberichts (PDF-Datei auf Deutsch).

Der Weltklimarat

Als Weltklimarat wird das Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) bezeichnet. Die zwischenstaatliche Organisation mit Sitz in Genf fasst die wissenschaftliche Forschung zu Themen des Klimawandels zusammen und bewertet die Aussagekraft der Ergebnisse. In drei Arbeitsgruppen beschäftigen sich Wissenschaftler aus verschiedenen Ländern mit den Risiken der globalen Erwärmung, mit ihren Auswirkungen sowie mit Vermeidungs- und Anpassungsstrategien. Für seine Tätigkeit erhielt das IPCC im Jahr 2007 den Friedensnobelpreis.

Der IPCC hat seit seiner Gründung 1988 fünf umfangreiche Sachstandsberichte verfasst. Der neueste Fünfte Sachstandsbericht wurde 2014 veröffentlicht. Sieben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus der Helmholtz-Gemeinschaft haben aktiv daran mitgewirkt, den Weltklimareport zu verfassen. Der Sechste Sachstandsbericht soll in den Jahren 2021/22 erscheinen.

Hier finden Sie Informationen zur Organisation, Struktur und Berichterstellung des IPCC.

Beteiligte Helmholtz-Experten am Fünften Sachstandsbericht:

Prof. Dr. Hans-Otto Pörtner (Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz Zentrum für Polar- und Meeresforschung), koordinierender Leitautor für das Kapitel "Ozeanökosysteme"

Dr. Josef Settele (Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung), koordinierender Leitautor für das Kapitel "Terrestrische und inländische Wassersysteme"

Prof. Dr. Peter Lemke (Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz Zentrum für Polar- und Meeresforschung), Gutachter (Review Editor) für das Kapitel über die von "Eis bedeckte Erdoberfläche - die so genannte Kryosphäre"

Dr. Veronika Eyring (Deutsches Zentrum für Luft-und Raumfahrt), Leitautorin für das Kapitel "Evaluierung von Klimamodellelen"

Prof. Dr. Robert Sausen (Deutsches Zentrum für Luft-und Raumfahrt), Leitautor für das Kapitel "Verkehr"

Prof. Dr. Daniela Jacob (Helmholtz-Zentrum Geesthacht Zentrum für Material- und Küstenforschung) Hauptautorin für die Arbeitsgruppe "Folgen des Klimawandels sowie mögliche Anpassungsstrategien"

Prof. Dr. Hans von Storch (Helmholtz-Zentrum Geesthacht Zentrum für Material- und Küstenforschung) Hauptautor für die Arbeitsgruppe "Folgen des Klimawandels sowie mögliche Anpassungsstrategien"

Mehr zum aktuellen IPCC-Bericht unter www.helmholtz.de/ipcc

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