Prof. Dr.
Andrea Benigni
Andrea Benigni ist Direktor des Instituts für Energiesystemtechnik am FZJ. Er forscht an den Energiesystemen der Zukunft, vor allem an dezentralen und integrierten Energiesystemen. Er arbeitet an der Digitalisierung von Energiesystemen und entwickelt intelligente Stromnetze, in die erneuerbare Energien integriert werden können.
Seine Forschung zielt darauf ab, skalierbare und echtzeitfähige Methoden und Werkzeuge für die Energiesysteme der Zukunft zu entwickeln. Er setzt auf künstliche Intelligenz und digitale Daten für die Prognose von Energiebedarf und Energieerzeugung sowie für die Echtzeitsteuerung der Netze. Im Projekt Qugrids untersucht er mit anderen Wissenschaftler:innen, wie Quantencomputing und Quantenkommunikation zur Planung und zum Betrieb zukünftiger Energienetze beitragen können und wie diese Techniken Energienetze besser vor Cyberangriffen schützen können.
Bevor er 2019 Direktor am FZJ wurde, war er Assistenzprofessor im Fachbereich Elektrotechnik an der University of South Carolina in den USA und baute in dieser Zeit eine unabhängige Forschungsgruppe auf. Er hat mehrere große Forschungsprojekte geleitet.
Andrea Benigni steht für Gespräche, Interviews oder Anhörungen zur Verfügung zu den Themen:
- Energiesysteme der Zukunft: dezentrale und integrierte Energiesysteme, Strom-, Gas- und Wärmenetze
- Intelligente Stromnetze: Echtzeitsteuerung von Stromnetzen, Informations- und Kommunikationsstrukturen von Energiesystemen
- Forschung mit Reallaboren
- HPC and Quantentechnologie für Energiesysteme
Andrea Benigni ist Direktor des Instituts für Energiesystemtechnik (ICE-1) am Forschungszentrum Jülich (FZJ). Er erforscht und entwickelt dezentrale und integrierte Energiesysteme. Der Fokus liegt auf Strom-, Gas- und Wärmenetzen und deren Informations- und Kommunikationsstrukturen. Es geht darum, wie erneuerbare Energien in Energiesysteme integriert werden können, wie die komplexen Steuerungsaufgaben stabil ablaufen können und Gebäude, Quartiere und Industrie CO2-arm werden können.
Die Energienetze in Deutschland stehen vor einem Umbruch. Einerseits steigt der Stromverbrauch durch mehr Wärmepumpen und Elektroautos, andererseits werden durch den Ausbau erneuerbarer Energien große Kraftwerke immer mehr durch kleinere, dezentrale Stromerzeuger ersetzt. Andrea Benigni entwickelt mit seinem Team Methoden und Werkzeuge für einen stabilen Betrieb dieser zukünftigen Stromnetze. Die Wissenschaftler:innen erforschen die Regelung des Stromnetzes, Wechselwirkungen mit anderen Bereichen des Energiesystems und analysieren welche Störungen von außen den Betrieb beeinflussen.
Ein weiterer Arbeitsschwerpunkt sind CO2-arme Lösungen für Industrie, Stadtquartiere und Gebäude. Hierbei müssen viele Energieerzeuger und -verbraucher koordiniert werden. Das Institut entwickelt Informations- und Kommunikationsplattformen und für Nutzer webbasierte Dashboards, die zielgruppengerechte Informationen bereitstellen, zum Beispiel über den aktuellen Energieverbrauch. Entwickelte Lösungen prüft das Team in „Reallaboren“, dort können Infrastrukturen und Kommunikationsnetzwerke unter nahezu realistischen Bedingungen getestet werden.
All diese Lösungen benötigen eine rechenintensive Steuerung und eine hohe Cybersicherheit. Im Projekt „Qugrids“ erforscht Andrea Benigni wie Quantentechnologie für Energienetze genutzt werden kann. Quantencomputer könnten die Aufgaben schneller und effizienter lösen und Netze besser vor Cyberangriffen schützen. Dies würde den Umbau der Energienetze extrem voranbringen. Insgesamt zielt die Forschung von Andrea Benigni darauf ab, skalierbare und echtzeitfähige Methoden und Werkzeuge zur Verfügung zu stellen, die den energieoptimierten, kosteneffizienten und sicheren Entwurf und Betrieb zukünftiger Energiesysteme ermöglichen.
- seit 2019 Direktor, Institut für Energie- und Klimaforschung, Forschungszentrum Jülich (FZJ)
- seit 2019 Professor für „Computational Methods for Energy Systems Engineering“, RWTH Aachen
- 2014 - 2019 Assistenzprofessor, Fachbereich Elektrotechnik, University of South Carolina, USA
- 2013 Promotion, Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule (RWTH) Aachen
- 2008 M.Sc am Politecnico di Milano, Mailand, Italien
- 2005 B.Sc am Politecnico di Milano, Mailand, Italien