Prof. Dr.
Andreas Stierle

Deutsches Elektronen-Synchrotron DESY
Teilchenbeschleuniger
Nanomaterialien
Energieumwandlung
Energiespeicherung
Materialforschung
Andreas Stierle

Prof. Dr. Andreas Stierle ist Leitender Wissenschaftler am Deutschen Elektronen-Synchrotron (DESY) in Hamburg, er organisiert auch die Nutzung des DESY-Nanolabs und ist Professor für Nanowissenschaften an der Universität Hamburg. 

Das DESY ist eines der weltweit führenden Zentren in der Forschung an und mit Teilchenbeschleunigern und das DESY-Nanolab bietet modernste Methoden der Nano-Charakterisierung, Nano-Strukturierung und Nano-Synthese. Die Verfahren sind wichtig für die Materialforschung, zum Beispiel in der Informationstechnologie oder der optischen, chemischen und pharmazeutischen Industrie. Andreas Stierle untersucht vor allem Struktur und physikalisch-chemischen Eigenschaften nanoskaliger Systeme. Seine Forschung trägt dazu bei Grenzflächen von Nanomaterialien besser zu verstehen, die zum Beispiel im Korrosionsschutz oder bei Prozessen der Energieumwandlung eingesetzt werden. Ein wichtiges Feld ist auch die Energiespeicherung. 

Andreas Stierle hat an der Ruhr-Universität Bochum Physik studiert und wurde dort auch promoviert. Bevor er ans DESY kam, war er Professor für Festkörperphysik an der Universität Siegen. Als Postdoc forschte er zwei Jahre an der europäischen Synchrotronstrahlungsquelle ESRF in Frankreich, nachdem er als Wissenschaftler am Max Planck Institut für Metallforschung (heute intelligente Systeme) arbeitete.

Andreas Stierle steht für Gespräche, Interviews oder Anhörungen zur Verfügung zu den Themen:

  • Teilchenbeschleuniger, Photonen, Röntgenstrahlen
  • Nanokosmos, Nanomaterialien
  • Katalyse, Energieumwandlung, Energiespeicherung
  • Batterieentwicklung, Speicherung von Wasserstoff
  • Materialforschung  

Prof. Dr. Andreas Stierle ist Leitender Wissenschaftler am Deutschen Elektronen-Synchrotron (DESY) in Hamburg und Professor für Nanowissenschaften an der Universität Hamburg. Er organisiert außerdem die Nutzung des DESY-Nanolabs für Nutzer aus aller Welt. 

Das DESY ist eines der größten deutschen Forschungszentren und betreibt Grundlagenforschung zu Themen wie Energieversorgung, Klimaschutz und Gesundheit. Andreas Stierle forscht am DESY mit Photonen, also mit Lichtteilchen. Dafür stehen am DESY die besten Lichtquellen der Welt zur Verfügung. Die Wissenschaftler:innen erforschen mit Röntgenlicht zum Beispiel was genau bei der Katalyse passiert, um herauszufinden, wie Wasserstoff nachhaltig erzeugt oder gespeichert werden kann. In der Materialforschung geht es darum Solarzellen zu verbessern, Ermüdungserscheinungen von Batterien zu untersuchen, leistungsfähigere Materialien zur Energie- oder Datenspeicherung zu entwickeln oder aus nachwachsenden Rohstoffen umweltfreundliche Werkstoffe herzustellen.

Andreas Stierle untersucht vor allem die Oberfläche von Materialien im Nanobereich oder ultraschnelle Prozesse im Nanokosmos. Seine Forschung trägt dazu bei Grenzflächen von Nanomaterialien besser zu verstehen. Gemeinsam mit Kolleg:innen gelangen ihm auch neue Einblicke in das chemische Verhalten von Nanokatalysatoren während der Katalyse. Metallische Nanopartikel helfen bei chemischen Umwandlungen, ob für den Umweltschutz, bei der industriellen Synthese oder bei der Produktion von nachhaltigen Brennstoffen aus CO2 und Wasserstoff. Ein Thema ist auch die Speicherung von Wasserstoff. Diese ist bislang sehr aufwendig und kostet zusätzlich Energie. Ein von Andreas Stierle geleitetes Team hat die Grundlage erarbeitet, für eine neue Methode zur Wasserstoff-Speicherung. Die Speicherung mit winzigen Nanoteilchen aus dem Edelmetall Palladium.

  • seit 2012 Leitender Wissenschaftler, DESY und Professor für Nanowissenschaften, Universität Hamburg
     
  • 2009 - 2012 Professor für Festkörperphysik, Universität Siegen
     
  • 1998 - 2009 Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Max-Planck-Institut für Metallforschung, Stuttgart
     
  • 1996 - 1998 Postdoc, europäische Synchrotronstrahlungsquelle ESRF, Grenoble, Frankreich
     
  • 1992 - 1996 Promotion, Ruhr-Universität Bochum
     
  • 1986 - 1992 Studium der Physik, Ruhr-Universität Bochum
Auszeichnungen (Auswahl)
  • 2006 Petzold Preis des MPI für Metallforschung
Gremien und Mitarbeit (Auswahl) 
  • Projekt „Nano Foundries - Fine Analysis”, EU Horizon 2020, Europäische Union
     
  • 2016 - 2024 Projekt „Adsorption organischer Säuren auf Oxidoberflächen und Nanostrukturen“, Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)
     
  • Ab 2024 Teilbereichssprecher der SFBs 1441 TracAct
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