Dr.
Ralf Weisse

Helmholtz-Zentrum Hereon
Mariner Klimawandel
Meeresspiegelanstieg
Sturmfluten
Küstengebiete
Portrait Dr. Ralf Weisse

Dr. Ralf Weisse leitet am Helmholtz-Zentrum Hereon in Geesthacht die Arbeitsgruppe für Küstenklima und regionale Meeresspiegelveränderungen. 

Er erforscht die Auswirkungen des Klimawandels auf marine Systeme mit Schwerpunkt auf Nord- und Ostsee. Seine Arbeit umfasst die Analyse von Extremwetterereignissen wie Stürmen und Sturmfluten, die Modellierung von Meereswellen (Seegang) sowie die Untersuchung von Meeresspiegelveränderungen. Darauf aufbauend bewertet er Klimarisiken für die Küsteninfrastruktur und unterstützt die Entwicklung von praxisnahen Anpassungsmaßnahmen.

Ralf Weisse engagiert sich für den Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in Politik und Gesellschaft. Er ist Mitglied im „Zukunftsforum Ozean" des Konsortiums Deutsche Meeresforschung (KDM) und leitet die Arbeitsgruppe zu Meeresspiegel- und Küstenveränderungen in der Baltic Earth Science Steering Group. Vor seiner Tätigkeit am Helmholtz-Zentrum Hereon forschte er am Max-Planck-Institut für Meteorologie.

Ralf Weisse steht für Gespräche, Interviews oder Anhörungen zu folgenden Themen zur Verfügung : 

  • Mariner Klimawandel
  • Meeresspiegelanstieg, Stürme, Sturmfluten, Seegang, Extremwellen
  • Auswirkungen des Klimawandels auf Küsten der Nord- und Ostsee
  • Anpassungsstrategien für Küstengebiete

Dr. Ralf Weisse leitet am Helmholtz-Zentrum Hereon in Geesthacht die Arbeitsgruppe für Küstenklima und regionale Meeresspiegelveränderungen. Er erforscht unter anderem Windstürme, Sturmfluten und den Meeresspiegelanstieg und deren Auswirkungen an der Küste. Darauf aufbauend bewertet er Klimarisiken für die Küsteninfrastruktur und unterstützt die Entwicklung von praxisnahen Anpassungsmaßnahmen. 

Er koordiniert das Forschungsprojekt „WAKOS - Wasser an den Küsten Ostfrieslands“. Das Projekt untersucht, wie sich Naturgefahren an der Nordseeküste durch den Klimawandel ändern und wie die Küste auch in Zukunft geschützt werden kann. Um vorausschauende Schutzmaßnahmen für Küstenregionen zu entwickeln, modellieren die Wissenschaftler das gleichzeitige Auftreten von Extremereignissen. Ihr Fokus liegt auf dem Zusammenspiel, durch das auch moderate Ereignisse in Summe größere Auswirkungen haben können als einzelne Extreme. Im von ihm koordinierten Projekt EXTREMENESS wurde das Zusammenspiel meteorologischer und ozeanographischer Faktoren bei Sturmfluten untersucht. Ziel war es, physikalisch mögliche, aber extrem seltene Sturmflutereignisse mit katastrophalem Schadenspotenzial zu identifizierenund zu untersuchen, inwieweit Küstenregionen auf solche Ereignisse vorbereitet sind oder angepasst werden können. 

Gemeinsam mit Kollegen erforschte er extreme Einzelwellen, sogenannte „Monsterwellen" (Rogue Waves), die ein hohes Risiko für Schiffe und Offshore-Anlagen darstellen. Während die genauen Entstehungsmechanismen noch unklar sind, identifizierte das Team Zonen ihres gehäuften Auftretens in der Nordsee und arbeitete daran, ihre Vorhersagbarkeit durch Maschinelles Lernen zu verbessern.

Ralf Weisse engagiert sich für den Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in Politik und Gesellschaft. Er ist Mitglied im „Zukunftsforum Ozean" des Konsortiums Deutsche Meeresforschung (KDM) und leitet die Arbeitsgruppe zu Meeresspiegel- und Küstenveränderungen in der Baltic Earth Science Steering Group.

  • seit 2001 Leiter der Arbeitsgruppe Küstenklima und regionale MeeresspiegelveränderungenHelmholtz-Zentrum Hereon, Geesthacht
     
  • 2000 Wissenschaftlicher Mitarbeiter Institut für Küstenforschung, GKSS Forschungszentrum Geesthacht (heute Hereon)
     
  • 1996 - 1999 wissenschaftlicher Mitarbeiter, Max-Planck-Institut für Meteorologie, Hamburg
     
  • 1994 - 1996 Postdoktorand, Max-Planck-Institut für Meteorologie Hamburg
     
  • 1994 Promotion in Geowissenschaften
     
  • 1990 - 1994 Promotionsstudium, Max-Planck-Institut für Meteorologie, Universität Hamburg
     
  • 1990 Diplom in Meteorologie, Humboldt-Universität zu Berlin
     
Gremien und Mitarbeit (Auswahl) 
  • seit 2020 Mitglied „Zukunftsforum Ozean”, Konsortium Deutsche Meeresforschung (KDM)
     
  • Verbundkoordinator, Projekt „WAKOS“, BMBF 
     
  • seit 2016 Mitglied, Baltic Earth Science Steering Group (BESSG); Vorsitzender der Arbeitsgruppe „Sea Level Dynamics & Coastal Erosion in the Baltic Sea“
     
  • 2016 - 2019 Projektkoordinator, Projekt „Extremeness“, BMBF 
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