Prof. Dr.
Roland A. Müller

Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung - UFZ
Klimaresiliente und ressourceneffiziente Stadtentwicklung
Nachhaltige Wasser- und Abwasserinfrastrukturen
Umweltbiotechnologie
Systemische Transformations- und Reallaborforschung
Roland Müller

Prof. Dr. Roland A. Müller leitet das Department Systemische Umweltbiotechnologie am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ), Leipzig. Er ist Umweltbiotechnologe mit dem Forschungsschwerpunkt Wasser- und Abwasserinfrastruktur und deren Implementierung in Kontext einer integrierten Stadtentwicklung.

Roland Müller erforscht, wie sich Städte effizienter an den Klimawandel anpassen können. Im Fokus steht das Konzept der blau-grün-roten Infrastruktur, das natürliche Wasserkreisläufe (blau: Wassersicherheit), Grünflächen (grün: Klimaanpassung und Biodiversität) und Wärmeversorgung (rot) in der Stadtplanung verbindet, um Städte resilient zu machen gegen Hitze, Starkregen und Dürre. Ein weiterer Schwerpunkt sind neue Konzepte für dezentrale Abwassersysteme in wasserarmen Regionen und Verfahren zur Behandlung von kontaminiertem Abwasser und Grundwasser. 

Roland Müller ist davon überzeugt, dass sich in den Städten entscheidet, ob die Anpassung an den Klimawandel gelingt. Wichtig ist ihm der Transfer von Forschungsergebnissen in die Praxis. Mit seinem Department möchte er den urbanen Raum auf dem Weg zu einer kohlenstoffneutralen und klimaresilienten Gesellschaft unterstützen. Er berücksichtig dabei nicht nur technische, sondern auch organisatorische, rechtliche und soziale Faktoren. 

Roland Müller steht für Gespräche, Interviews oder Anhörungen zur Verfügung zu den Themen: 

  • Klimaresiliente und ressourceneffiziente Stadtentwicklung, insbesondere Blau-Grün-Rot-Infrastrukturen und urbane Klimaanpassung 
  • Nachhaltige Wasser- und Abwasserinfrastrukturen, dezentrale Abwasserbehandlung sowie Optimierung des Wassersektors in Industrie-, Schwellen- und Entwicklungsländern
  • Umweltbiotechnologie, insbesondere Entwicklung und Transfer innovativer Verfahren und Technologien
  • Systemische Transformations- und Reallaborforschung, Solution Labs, Governance sowie gesellschaftliche und soziale Aspekte der Klimaanpassung

Prof. Dr. Roland Müller leitet das Department Systemische Umweltbiotechnologie am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) in Leipzig. Als Umweltbiotechnologe liegen seine Forschungsschwerpunkte auf dezentralen Wasser- und Abwasserinfrastrukturen sowie deren Integration in klimaresiliente Stadtentwicklung. Gemeinsam mit Partnern aus Wissenschaft, Wirtschaft und Kommunen erforscht er, wie Wasser-, Stoff- und Energiekreisläufe effizienter organisiert werden können, um Städte schneller und nachhaltiger an die Folgen des Klimawandels anzupassen.

Ein aktueller Schwerpunkt seiner Forschung ist die Entwicklung blau-grün-roter Infrastrukturen. Das Konzept verbindet Wassermanagement (blau), Grünstrukturen (grün) und nachhaltige Wärmeversorgung, beispielsweise durch Geothermie (rot), zu einem integrierten Ansatz für die Stadtentwicklung. Dadurch können Regenwasser lokal zurückgehalten und genutzt, Hitzeinseln reduziert sowie Wasser-, Energie- und Stadtinfrastrukturen besser aufeinander abgestimmt werden.

Roland Müller leitet das Helmholtz Solution Lab Urban, in dem Wissenschaft, Kommunen, Unternehmen und weitere Praxispartner gemeinsam neue Technologien, Planungsansätze und Produkte entwickeln und unter realen Bedingungen erproben. Modellbasierte Szenarien und digitale Werkzeuge unterstützen dabei, unterschiedliche Entwicklungsoptionen zu bewerten und technische Lösungen zielgerichtet in eine integrierte Stadtentwicklung zu überführen.

Das inzwischen abgeschlossene Projekt „Leipziger BlauGrün“ zählt zu den frühen Modellvorhaben der blau-grünen Stadtentwicklung in Deutschland. Es zeigte, wie Regenwassermanagement, Grünflächen und urbane Infrastruktur systematisch miteinander verknüpft werden können. Maßnahmen wie Mulden, Rigolen, Baumrigolen und Gründächer tragen dazu bei, Überflutungsrisiken zu verringern, Hitzeinseln zu reduzieren und das Stadtklima zu verbessern. Im Rahmen des Projekts war Leipzig eine von sieben deutschen Modellstädten für ressourceneffiziente Stadtentwicklung.

Die Arbeiten von Roland Müller verbinden Umweltbiotechnologie, Wasserwirtschaft und Stadtentwicklung. Im Mittelpunkt stehen praxisnahe Lösungen, die wissenschaftliche Erkenntnisse in konkrete Anwendungen für Kommunen, Infrastrukturbetreiber und Politik überführen.

  • seit 2013 Honorarprofessor für Integriertes Abwasser-Ressourcen Management, Fakultät für Bauwesen, Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK)
     
  • seit 2013 Leiter, Department Systemische Umweltbiotechnologie (SUBT), UFZ
     
  • 1996 - 2010 Leiter, Umwelt- und Biotechnologisches Zentrum (UBZ), UFZ
     
  • seit 1994 Wissenschaftler am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ), Leipzig 
     
  • 1994 Promotion, Technische Universität Braunschweig (Carolo Wilhelmina) 
     
  • 1991 - 1993 Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Bioverfahrenstechnik, Gesellschaft für Biotechnologische Forschung mbH (GBF), Stöckheim 
     
  • 1984 - 1990 Studium der Technischen Mikrobiologie, Technische Universität Braunschweig (Carolo Wilhelmina)
Auszeichnungen (Auswahl)
  • 2018 Deutscher Umweltpreis für Roland Müller und sein Team für die Entwicklung und Implementierung eines dezentrales Abwassermanagements in Jordanien
     
  • 2016 UFZ-Wissenstransferpreis für ein dezentrales Abwassermanagement in Jordanien
     
  • 2014 UFZ-Technologietransferpreis für ein Filtersystem zur Reinigung von Grundwasser
     
  • 2014 Hugo Junkers Preis für ein Vertikalfiltersystem zur ressourceneffizienten und naturnahen Grundwasserreinigung
     
  • 2013 IQ-Innovationspreis Mitteldeutschland 

 

Berufungen, Gremien und Beiratsfunktionen
  • seit 2024 Mitglied des Beirats des Kompetenzzentrums Wasserwirtschaft
     
  • seit 2023 Berufenes Mitglied des Klimabeirats der Stadt Leipzig
     
  • seit 2023 Mitglied des Advisory Boards des Interreg-Projekts POSEIDON – Klimaanpassungsmaßnahmen in Norddeutschland und Süd-Dänemark
     
  • seit 2020 Sprecher der DWA-Arbeitsgruppe KA-11-1 „Dezentrale Abwasserbehandlung in Entwicklungs- und Transformationsländern“
     
  • seit 2019 Berufenes Mitglied des Bundesbeirats der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. (DWA)
     
  • seit 2018 Mitglied des DWA-Fachausschusses BIZ-11 „Internationale Zusammenarbeit in der Wasserwirtschaft“
     
  • seit 2013 Stellvertretender Vorstandsvorsitzender des Bildungs- und Demonstrationszentrums für dezentrale Abwasserbehandlung e. V. (BDZ), Leipzig
     
  • seit 2013 Berufenes Mitglied des Nationalen Komitees zur Implementierung eines effektiven dezentralen Abwassermanagements in Jordanien
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