Prof. Dr.
Simone Techert
Prof. Dr. Simone Techert ist Leitende Wissenschaftlerin der Gruppe Chemische Strukturdynamik am Deutschen Elektronen-Synchrotron (DESY) und Professorin für Ultrakurzzeit-Röntgenphysik an der Universität Göttingen. Sie forscht mit ihrer Gruppe an Energieträgern der Zukunft, wie der Produktion von grünem Wasserstoff.
Wasserstoff gilt als ein wichtiger Baustein der Energiewende, in Zukunft soll er als klimafreundlicher Treibstoff fungieren. Dafür muss Wasserstoff CO2-frei hergestellt werden, etwa indem Wasser durch Solarstrom gespalten wird. Simone Techert forscht an Katalysator-Materialien für die effiziente Spaltung von Wasser. Ziel ist die Entwicklung einer Solarzelle, die direkt grünen Wasserstoff erzeugt.
Mit ihrem Team entwickelt sie auch Methoden für Röntgenexperimente, mit denen chemische Prozesse und Reaktionen in Echtzeit abgebildet werden können, sogenannte „Molekulare Filme“. Ihre Experimente führt sie an hochbrillanten Röntgenstrahlungsquellen wie PETRA am DESY durch. Von 1997 bis 2000 forschte sie am European Synchrotron Radiation Facility (ESRF) in Frankreich.
Simone Techert steht für Gespräche, Interviews oder Anhörungen zur Verfügung zu den Themen:
- Ultrakurzzeit-Röntgenphysik, Röntgenstrahlungsquellen, Deutsches Elektronen-Synchrotron DESY, PETRA, ESRF, Freie-Elektronen-Laser
- zeitaufgelöste Röntgenexperimente, zeitaufgelöste Strukturbestimmung
- Strukturdynamik (bio)chemischer Systeme,
- Molekulare Filme
- Nachhaltige Energiesysteme, klimaneutrale Energie, neue Solarzellen, Grüner Wasserstoff
Prof. Dr. Simone Techert ist Leitende Wissenschaftlerin der Gruppe Chemische Strukturdynamik am Deutschen Elektronen-Synchrotron (DESY). Sie forscht an nachhaltigen Energiesystemen, an Energieträgern der Zukunft und hier vor allem an der Produktion von grünem Wasserstoff.
Wasserstoff wird zur Zeit zum größten Teil aus fossilen Rohstoffen gewonnen und hat eine entsprechend schlechte CO2-Bilanz. In Zukunft soll Wasserstoff klimaschonend hergestellt werden. Simone Techert entwickelt mit ihrem Team Systeme, die mithilfe von Sonnenlicht Wasser spalten und so grünen Wasserstoff herstellen können. Ziel ist eine Solarzelle, die direkt grünen Wasserstoff erzeugen kann. Ihre Arbeitsgruppe konnte bereits erste Prototypen bauen.
Simone Techert erforscht auch Mineralien, die als Katalysatoren für den Prozess der Wasserspaltung in Frage kommen, aufbauend auf Oxiden. Der Einsatz dieser Katalysatoren ist jedoch noch mit Fragen verbunden, wie: Welche Materialzusammensetzung eignet sich für die Wasserspaltung am besten? Wie können die Materialien günstig und umweltfreundlich hergestellt werden? Wie steht es um ihre Haltbarkeit? Und lassen sie sich gut recyclen?
Mit ihrem Team entwickelt sie Methoden und führt Experimente durch, unter anderem am Europäischen Freie-Elektronen-Laser XFEL. Dort erforscht sie was bei der Spaltung der Wassermoleküle passiert und wie sich die Prozesse optimieren lassen. Sie arbeitet auch mit zeitaufgelösten Röntgenmethoden, sogenannte „Molekulare Filme”, mit denen chemische Reaktionen oder strukturelle Veränderungen in Echtzeit verfolgt werden können.
Grüner Wasserstoff wird wichtig werden für die stahlverarbeitende und chemische Industrie, damit die Klimaziele erreicht werden. Auch große Maschinen oder Schiffe und Flugzeuge mit einem Wasserstoffantrieb könnten eine Alternative werden. Simone Techert kombiniert methodische Spitzenforschung und Anwendungen und eröffnet damit Wege zu neuen Geräten, Materialien und Technologien. Sie setzt auf Kooperationen mit der Industrie und ein wichtiges Anliegen ist ihr, Forschungsergebnisse offen zugänglich zu machen („Open Access“).
- seit 2013 Leitende Wissenschaftlerin beim DESY und Professorin für Ultrakurzzeit-Röntgenphysik an der Universität in Göttingen/Göttingen Research Campus
- 2006 - 2012 Minerva-Professur, Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie in Göttingen
- 2004 Venia Legendi in Physikalischer Chemie, Universität Göttingen
- 2001 - 2005 Emmy-Noether-Stipendium, Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und Gruppenleiterin am Max-Planck-Institut für Biophysikalische Chemie, Göttingen
- 1997 - 2000 Promovierte wissenschaftliche Mitarbeiterin, European Synchrotron Radiation Facility (ESRF), Grenoble, Frankreich
- 1994 Diplom in Chemie (Physikalische Chemie), Universität Gießen