Sie haben Fragen zum Klimawandel?
Wir haben die Antworten!

Kategorien
Industrieanlage mit Pfeifen und Rauch. Panorama von industriellem Komplex. Emissionen von Luftschadstoffen. Rauch aus einer Fabrik

Welchen Einfluss haben Luftschadstoffe auf unser Klima?

Wenn von Treibhausgasen die Rede ist, fallen meist die gängigen Begriffe wie Methan oder CO₂. Luftschadstoffe wie Feinstaub oder Ammoniak sind jedoch nicht weniger klimaschädlich. Sie können auch als Treibhausgase wirken oder sind Vorläuferverbindungen von diesen.

Ein Luftschadstoff ist eine Beimengung der Luft, die die menschliche Gesundheit und die Umwelt gefährden kann. Luftschadstoffe können aus natürlichen oder anthropogenen Quellen, also durch Menschen verursachten Quellen stammen. Natürliche Schadstoffe können zum Beispiel Ruß und Schwefeldioxid sein, die bei Vulkanausbrüchen entstehen. Anthropogene Luftschadstoffe sind zum Beispiel Feinstaub oder Kohlenmonoxid, die durch Verkehr verursacht werden.

Zum Artikel
Alle Lamellen eines Gebäudes sind heruntergelassen, um die Hitze abzuwenden.

Macht der Klimawandel unsere Städte zu Hitzeinseln?

Der Klimawandel führt dazu, dass sich die Wettermuster ändern und Hochdruckwetterlagen häufiger entstehen. Diese wiederum begünstigen langanhaltende Hitzewellen und Wärmeinseln, die bei geringem Luftaustausch und wenig Wind entstehen. Vor allem in den Städten führt das zu einer anhaltenden Wärmebelastung, denn es kühlt nur langsam wieder ab. Auch in kleineren Städten treten diese dadurch vermehrt auf. Die Differenz kann in großen Städten bis zu 10 Grad Celsius betragen.

Zum Artikel
Eine Person besprüht mit einer Sprayflasche einen Globus.

Was sind Emissionen und wie entstehen sie?

Emissionen sind eine der treibenden Kräfte der globalen Erwärmung. Es handelt sich dabei um Teilchen, Stoffe oder Strahlung, die in die Atmosphäre freigesetzt werden. Es gibt Emissionen aus der Natur wie beispielsweise Ruß aus Vulkanausbrüchen oder CO₂ aus Waldbränden. Und es gibt anthropogene Emissionen. Diese werden vom Menschen verursacht wie zum Beispiel Feinstaub, CO₂ und F-Gase aus Verkehr und Wärme- und Stromerzeugung oder Methan aus der Tierhaltung.

Zum Artikel
Ein kleines gebasteltes Holzhaus ist umgeben von grünen Pflanzen. In dem Haus steht CO2-Bilanz.

Wie viel CO2 dürfen wir in Deutschland noch ausstoßen, um die Klimaziele zu erreichen?

Das Kohlenstoffbudget zeigt an, wie viel CO₂ wir Menschen ab dem heutigen Tag noch maximal ausstoßen dürfen, um die Pariser Klimaziele zu erreichen und die globale Durchschnittstemperatur auf deutlich unter 2 Grad Celsius zu begrenzen. Die Angabe beruht darauf, dass der Zusammenhang zwischen Temperatur und CO₂-Emissionen linear ist. Das bedeutet, dass die globale Durchschnittstemperatur immer weiter ansteigt, solange wir CO₂ in die Atmosphäre ausstoßen. CO₂ verhindert, dass Wärme in den Weltraum abgestrahlt werden kann, und verbleibt für hunderte bis tausende von Jahren in unsere Atmosphäre, wenn es einmal ausgestoßen wurde. Wollten wir die heutigen Temperaturen beibehalten, müsste die Konzentration an CO₂ in der Atmosphäre von 410 auf 353 parts per million sinken. Wir müssen unsere CO₂ Emissionen also auf Null, beziehungsweise Netto-Null reduzieren, wenn wir verhindern wollen, dass die Temperatur weiter ansteigt.

Zum Artikel
Viele bunte Blumen stehen auf einer Wiese. Im Hinterfgrund ist blauer Himmel.

Trägt der Klimawandel zum Artensterben bei?

Viele Wissenschaftler*innen rechnen mit einem Rückgang der biologischen Vielfalt durch den Klimawandel. Umstritten ist, inwieweit sich die Arten an die Veränderung anpassen können. Die klimawandelbedingte Erwärmung der Erde zwingt viele Arten, ihre angestammten Lebensräume zu verlassen und in kühlere Regionen auszuwandern – sie befinden sich sozusagen in einem Wettlauf mit der Erderwärmung. Diese vollzieht sich jedoch im Vergleich zu früheren Klimaveränderungen, an die sich die Arten teilweise anpassen konnten, unnatürlich schnell. Außerdem gibt es Barrieren, wie zum Beispiel Meere, welche für viele Arten unüberwindbar sind, sodass sie in einer zu warmen Region gefangen bleiben können - und aussterben.

Zum Artikel
Tauender Permafostboden in der Thundra.

Welche Elemente drohen den Klimawandel zu beschleunigen?

Steigen die Temperaturen weiter an, könnten kritische Punkte erreicht werden, die den Klimawandel deutlich beschleunigen. In der Klimaforschung werden diese kritischen Punkte als Kipppunkte oder Kippelemente bezeichnet. Sie sind ein Bestandteil des globalen Klimasystems. Schon das Überschreiten einzelner Kipppunkte hat weitreichende Umweltauswirkungen, die die Lebensgrundlagen vieler Menschen, Tiere und Pflanzen gefährden. Außerdem kann dadurch eine Kettenreaktion ausgelöst werden: Das Überschreiten eines Kipppunktes kann dazu führen, dass weitere Kipppunkte überschritten werden. In der Wissenschaft spricht man hier von sogenannten Rückkopplungsprozessen.

Zum Artikel
Amazonas-Regenwald von oben gesehen offenbart die Schönheit seiner Flüsse, Bäume und Tiere.

Welche Auswirkungen des Klimawandels sind nicht mehr rückgängig zu machen?

Einige Elemente im Klimasystem der Erde ändern sich bei steigender Temperatur nicht allmählich, sondern sprunghaft. Die Wissenschaft hat mehr als ein Dutzend solcher sogenannten Kipp-Elemente identifiziert: Bei bestimmten Temperaturschwellen (die von der Wissenschaft aber noch nicht genau quantifiziert werden können) „kippen“ sie, und eine Rückkehr zum vorherigen Zustand ist dann praktisch unmöglich.

Zum Artikel