Die Lösung liegt in der Tiefsee
Link zum Termin: ZOOM https://go.fzj.de/cTknX
Was wird präsentiert:
Eine Expedition im Nordatlantik, Tiefseeproben und ein klares Ziel: nachhaltige Verfahren für das Recycling von Kunststoff. Im Mittelpunkt stehen Enzyme aus Mikroorganismen, die sich unter den extremen Bedingungen der Ozeantiefen an Kunststoffe angepasst haben – und damit neue biotechnologische Ansätze für das Kunststoffrecycling ermöglichen
Hintergrund:
Kunststoffabfälle zählen zu den drängendsten globalen Umweltproblemen. Klassische Recyclingverfahren stoßen oft an Grenzen – etwa bei stark verschmutzten oder gemischten Kunststoffen. Biotechnologische Lösungsansätze setzen hier an: Bestimmte Mikroorganismen verfügen über Enzyme, die Kunststoffe gezielt angreifen und abbauen können. Die Tiefsee ist dafür ein besonders spannender „Suchraum“, weil ihre extremen Bedingungen Anpassungen begünstigen, die für technische Anwendungen interessant sind.
Dr. Rebecka Molitor ist Biologin und forscht am Institut für Molekulare Enzymtechnologie (IMET) der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf auf dem Campus des Forschungszentrums Jülich.
In ihrer Forschung entwickelt sie enzymatische (biotechnologische) Lösungen für ökologische Alltagsprobleme – darunter Ansätze zur biologischen Kunststoffverwertung (u. a. mit Polyesterasen, Enzymen aus Bakterien).
Für ihre verständliche Vermittlung komplexer Forschung wurde sie mit dem KlarText-Preis für Wissenschaftskommunikation 2025 ausgezeichnet.
Eine Veranstaltung im Rahmen der Earth Week
Vom 20. bis 24. April öffnet Helmholtz seine Forschungseinrichtungen für ein inspirierendes Veranstaltungsprogramm, das Wissenschaft, Innovation und gesellschaftlichen Dialog miteinander verknüpft. Eine Initiative des Arbeitskreises Forum Nachhaltigkeit.
Was Sie erwartet
In dieser Woche präsentieren die Helmholtz‑Zentren aktuelle Ergebnisse zu den drängendsten Herausforderungen unseres Planeten:
- Klimaschutz, Energie & Ressourcen
- Biodiversität & Ökosysteme
- Digitalisierung & künstliche Intelligenz