Die Helmholtz-Klima-Initiative

In Brandenburg vertrocknen die Wälder, in Bayern schmelzen die Gletscher, in der Karibik toben Wirbelstürme und die Arktis verliert enorme Mengen Eis. Veränderungen wie diese und extreme Wetterereignisse wie Hitzewellen oder Starkregen nehmen kontinuierlich zu und haben eine gemeinsame Ursache: den menschengemachten Klimawandel. Wir stehen heute also vor einer ebenso selbstgemachten wie unfassbar großen Herausforderung – wir müssen die Ursachen des Klimawandels so schnell und nachhaltig wie möglich eindämmen und parallel dazu Anpassungsmöglichkeiten an eine sich massiv verändernde Welt finden.

Helmholtz leistet auf diesem Gebiet seit vielen Jahren wichtige Beiträge. Die Helmholtz-Zentren des Forschungsbereichs „Erde und Umwelt“ sind in vielen Bereichen der Klimaforschung bestens aufgestellt. Klimarelevante Forschung findet jedoch auch in zahlreichen anderen Forschungsbereichen von Helmholtz statt. Sie alle können zu diesem großen Thema wertvolle Beiträge leisten. Deshalb ist Helmholtz noch einen Schritt weitergegangen: Am 1. Juli 2019 wurde die neue, zunächst mit zwölf Millionen Euro ausgestattete Helmholtz-Klima-Initiative ins Leben gerufen. (Zur Pressemitteilung, 01.07.2019)

Die Initiative konzentriert sich auf die beiden Schwerpunkte „Netto-Null-2050“ (Mitigation) und „Anpassung an Extrem-Ereignisse“ (Adaptation). In insgesamt 13 Forschungsprojekten treiben Helmholtz-Wissenschaftlerinnen und -Wissenschaftler ihre Klimaforschung voran. Sie werden sich noch stärker vernetzen, um das Thema „Klimawandel“ systemisch zu erforschen. Denn der Klimawandel hat viele Ursachen und betrifft uns in vielen Lebensbereichen. Um die Auswirkungen des klimatischen Wandels zu erforschen und Lösungsmodelle zu entwickeln, arbeiten die Helmholtz-Expertinnen und -Experten an den Schnittstellen vieler Forschungsfelder zusammen. Veränderte klimatische Bedingungen beeinflussen beispielsweise unsere Gesundheit, es werden neue Energiequellen benötigt, unsere Mobilität und Landwirtschaft muss sich wandeln und vieles mehr.

Organigramm: Helmholtz-Klima-Initiative: Struktur und Management
Organigramm: Helmholtz-Klima-Initiative: Struktur und Management
Organigramm: Helmholtz-Klima-Initiative: Struktur und Management

Ein gesellschaftlich so relevantes Forschungsfeld wie der Klimawandel kann allerdings nicht allein von einer Organisation vorangetrieben werden. Helmholtz strebt deshalb eine enge Kooperation mit weiteren nationalen und internationalen Partnern aus der Wissenschaft an. Wir werden mit den besten Organisationen und Akteuren kooperieren, um das Thema Klimawandel global und sektorenübergreifend zu bearbeiten.
Doch nicht nur wissenschaftlich geht Helmholtz neue Wege, sondern auch kommunikativ: Ein besonderes Augenmerk legt die Klima-Initiative darauf, mit der Gesellschaft in einen lebendigen Dialog zu treten. So will Helmholtz mit Verantwortlichen aus Politik und Wirtschaft, Medienschaffenden, der interessierten Öffentlichkeit und vor allem mit jungen Menschen in einen lebendigen Dialog treten. Helmholtz versteht sich dabei in der Rolle des unabhängigen Vermittlers von aktueller, wissenschaftsbasierter Fachinformation, der den aktiven Austausch mit Dialogpartnern sucht, um bei dieser großen Herausforderung gemeinsam einen Schritt voran zu kommen.

Deutschlandkarte mit eingezeichneten Standorten
Deutschlandkarte mit eingezeichneten Standorten
Deutschlandkarte mit eingezeichneten Standorten beteiligter Zentren

Die Helmholtz-Klima-Initiative wird aus dem Impuls- und Vernetzungsfonds des Helmholtz-Präsidenten finanziert. Die zunächst bereitgestellten zwölf Millionen Euro stehen für einen zweijährigen Zeitraum zur Verfügung. Geleitet wird die Helmholtz-Klimainitiative durch ein Steering Committee, dem der Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft, Otmar D. Wiestler, vorsteht. Mitglieder des Steering Committees sind unter anderem wissenschaftliche Vorstände aus allen Helmholtz-Forschungsbereichen.

Insgesamt sind 15 der 19 Helmholtz-Zentren an der Helmholtz-Klima-Initiative beteiligt.

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