Klimawissen
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Der Klimawandel stellt unsere Gesellschaft zunehmend vor komplexe Fragestellungen, die neue interdisziplinäre Ansätze verlangen. Dafür entwickeln alle 18 Helmholtz-Zentren in sechs Forschungsbereichen in unterschiedlichem Umfang wissenschaftsbasierte Lösungsansätze. Helmholtz KLIMA bereitet dieses Wissen auf und vernetzt Expert:innen mit Politik, Medien und Gesellschaft.
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Kompaktes Wissen in unseren
Landnutzung: Soviel Wald braucht das Leben auf der Erde
Landflächen liefern Nahrung, Energie, Werk- und Baustoffe für Menschen, unzählige Arten von Tieren, Pflanzen und Mikroorganismen. Wie stark darf der Mensch sie beanspruchen, ohne die Stabilität des Erdsystems zu gefährden?
Phosphor- und Stickstoffkreisläufe: Zu viel an falscher Stelle
In der Natur fließen essentielle Grundstoffe des Lebens in Kreisläufen. Tier- und Pflanzenarten sowie komplexe Ökosysteme sind darauf ausgelegt, die begrenzt verfügbaren Stoffe optimal zu nutzen. Der Mensch verzerrt die Kreisläufe dramatisch – mit schweren Folgen für den ganzen Planeten und das Leben darauf.
Planetare Grenze Aerosolbelastung: Menschenverursachte Aerosole reduzieren
Kleinste Schwebeteilchen in der Luft haben vielfältige Auswirkungen auf die Gesundheit der Menschen, auf Ökosysteme und auf das Klima. Nicht immer sind sie eindeutig ‘gut’ oder ‘schlecht’. Wieviel Aerosole verkraftet das Leben auf der Erde?
Der Klimawandel als planetare Belastungsgrenze
Hitzewellen, Überflutungen und Dürren: Mit jedem Zehntelgrad Celsius Erwärmung steigt die Gefahr von abrupten und irreversiblen Veränderungen des Erdsystems. Bereits eine Zunahme von weniger als 1,5 Grad Celsius erhöht die Risiken gefährlicher Umweltveränderungen deutlich. Die planetare Grenze gilt als weit überschritten.
Ozonschicht: Weltweite Erholung, Klimaeinflüsse in Polarregionen
Die Schäden an der Ozonschicht sind ein Beispiel für eine globale Umweltkatastrophe, die von Menschen verursacht wurde und durch gemeinsames Handeln aufgehalten werden konnte. Doch ihre Geschichte ist nicht zu Ende. Können wir die Planetare Grenze einhalten?
Intakte Biosphäre: Lebensraum für Mensch, Tier, Pflanzen
Stabilität und Widerstandsfähigkeit des gesamten Erdsystems hängen davon ab, wie intakt und funktionsfähig die Lebensräume sind – zu Land, in Flüssen und Seen, an Küsten und in Ozeanen. Deshalb ist die Integrität der Biosphäre eine der neun planetaren Grenzen. Forschende messen sie anhand von zwei Größen: der Biodiversität und der Ausbeutung durch den Menschen.
Planetare Grenze Süßwassernutzung: Der Kreislauf zählt
Mikroorganismen, Pflanzen, Tiere – alle Lebewesen der Erde sind auf Wasser angewiesen. Entscheidend ist, dass es zur rechten Zeit am rechten Ort in der richtigen Menge und Qualität zur Verfügung steht. Dafür sorgt im natürlichen Gleichgewicht der weltweite Wasserkreislauf. Doch der Mensch greift massiv in den Kreislauf ein – mit dramatischen Folgen für Lebewesen und Umwelt.
Chemikalien und Plastik: Unvorhergesehene Langzeitfolgen
Die Menschheit produziert und verbreitet fast 350.000 Substanzen, die das Potenzial haben, Prozesse des Erdsystems zu verändern und die Stabilität der Lebensräume zu gefährden. Die Grenze, innerhalb derer Leben auf der Erde den Eintrag menschengemachter Stoffe verkraften kann, ist deutlich überschritten.
Planetare Grenzen: Wieviel menschliche Eingriffe verkraftet der Lebensraum Erde?
Mit dem Konzept der Planetaren Grenzen haben Forschende im Jahr 2009 Leitlinien für menschliche Einflüsse auf die Umwelt aufgestellt. Jenseits der beschriebenen Grenzwerte ist die Stabilität der Lebensräume für Menschen und andere Arten auf der Erde gefährdet. Was hat dieses Konzept bisher in Forschung und Gesellschaft bewirkt – und wo liegen seine Schwächen?